Musik

Alison Gold – Chinese Food

ms – Heute widmen wir uns dem Werk „Chinese Food“ der jungen, aufstrebenden Künstlerin Alison Gold, das seit dem 14.10.2013 große Wellen in der internationalen Musikwelt schlägt.

Das Video beginnt mit einem Peruaner, der uns etwas über die Kunst des Kochens erzählt, damit auch wir als Zuschauer das Flair des Songs sofort spüren können. Parallel dazu beginnt mit einem virtuosen Drumfill eine Reise ins Wunderland der elektronisch erzeugten Musik. Auf den intensiven Drumbeat wird eine perfekt abgestimmte Melodie gelegt, wie nur eine Genie, gesegnet von Mozarts Fähigkeiten, sie komponieren könnte.
Nach einigen Durchgängen weicht dieses Stück Musikgeschichte einer weichen, aber treibenden Basslinie, die perfekt den Gesang der Künstlerin unterstreicht. Von ihrer engelsgleichen Stimme werden wir in die Geschichte eingeführt, die sich um chinesisches Essen dreht. Dabei wird ihre Stimme perfekt von Echoeffekten und Autotune akzentuiert, wie es nur eine professioneller Produzent wie Pato zu tun vermag. Die Akkordfolge der Musik ist perfekt gewählt und zeugt vom großen musikalischen Geist, der in dieser Komposition steckt.
Damit der Text auch international verstanden wird, zieren Untertitel in verschiedenen Sprachen den unteren Bildrand. Als fließernder Sprecher all dieser Sprachen muss ich jedoch sagen, dass einige Übersetzungspatzer enthalten sind. So müsste „ខ្ញុំមានគំនិតអ្វីដែលបានកើតឡើងនោះទេ។“ eigentlich korrekt mit „ដូច្នេះខ្ញុំកំពុងតែទទួលឃ្លាន។“ übersetzt werden. Dieser Fehler kann einem Nicht-Muttersprachler jedoch sehr leicht unterlaufen, weshalb ich darüber hinwegsehe.
Zu einer gekonnt einstudierten Choreographie wird man dann vollkommen unvorbereitet mit dem sagenhaften Chorus konfrontiert, der das bereits von mir hochgelobte Intro mit dem Bass aus der Strophe kombiniert. Dadurch entsteht ein intensives und treibendes Klangerlebnis, das die Diskos der Welt sehr bald dominieren wird.
Leider kann Alison ihren Sprachfehler beim Singen nicht gänzlich unterdrücken.

I love Chinese food (yeah)
You know that it’s true (yeah)
I love fried rice (yeah)
I love noodles (yeah)
I love Chow mein
Chow Mo-Mo-Mo-Mo Mein

Produzent Pato erfährt dafür die Gänze meines Respekts, dass er sich in seiner Musik für die Stotterer einsetzt und dies dann auch noch in so unmerklicher Form auf den Beat schneidern kann.
In der zweiten Strophe gesellt sich zur bereits bekannten Basslinie ein gekonnt eingesetzer Arp-Effekt.
Alison ergötzt sich dabei im Video am Anblick und Geruch des Essens vor sich auf dem Tisch. Probiert wird nicht, sie muss ja schließlich auf ihre Figur achten.
Begleitend zum zweiten Chorus trifft Alison auf ihren Freund, Pedobear. Die beiden haben viel Spaß zusammen.
Dann stellt sich heraus, dass Pedobear in Wirklichkeit Patobear ist. Die beiden haben immer noch viel Spaß zusammen mit noch mehr Mädchen.
Auf einer Pyjamaparty von 12-jährigen Mädchen rappt Pato perfekt in Szene gesetzt ebenfalls über chinesisches Essen. Natürlich kennen wir Pato als Meister der Doubletime und aller erdenklichen Reimschemata, und auch „Chinese Food“ enttäuscht in dieser Hinsicht nicht.
Nun folgt noch einmal der Chorus, den wir inzwischen problemlos mitsingen können und auch wollen, bevor wir mit dem Ende dieses Wunderwerks endlich wieder eine Verschnaufpause bekommen.

Das war intensiv! Alison Gold punktet mit diesem Werk auf ganzer Linie und zeigt, dass sie mit einem professionell arbeitenden Team alles aus sich herausholen kann. Der Song macht Spaß und man wird sich in den Tagen nach dem Hören oft beim Summen der Melodie erwischen.
Allerdings habe ich auch einen Negativpunkt anzubringen: Der Umgang mit dem Pandabär scheint alles andere als artgerecht zu sein. Auch wenn sich das Tier später als Mensch im Kostüm herausstellt, könnten sich Zoobesitzer und Chinesen ein schlechtes Vorbild an den gezeigten Szenen nehmen. So viel Weitsicht hätten Alison und Pato haben müssen.
In Anbetracht dieses Meisterwerks verblassen solche Kritikpunkte jedoch, weshalb ich „Chinese Food“ von Alison Gold guten Gewissens die Note „Man merkt, dass sie sich Mühe gegeben hat“ aussprechen kann.

CPSq1Ws[1]

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