Sonstige

Collingwood-Psychiatrie Erlebnisurlaub

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ms – Nach einem Jahr harter Arbeit wollte ich mir wieder einmal einen richtigen Urlaub gönnen. Dazu habe ich passend zu Halloween mit meinen Freunden eine Erlebnisnacht in der verlassenen Collingwood-Psychiatrie gebucht. Voller Vorfreude auf eine Nacht des Schreckens und des Psychoterrors sind wir also in Maryland angereist.

Zuerst fällt einem sofort die hässliche Außenfasade des Altbaus ins Auge. Hier wurde wohl schon seit einiger Zeit nicht mehr saniert. Großer Minuspunkt! Die Eingangshalle glänzt durch Abwesenheit des Servicepersonals. Während der Mittagspause hätte wenigsten ein Empfangsmitarbeiter im Dienst bleiben können. Wir haben uns dadurch jedoch nicht beirren lassen und uns selber bedient.
Auf dem Zimmer habe ich erstmal verzweifelt nach einer Steckdose gesucht, um mein iPhone 4 16GB in schwarz aufzuladen, doch ich konnte nur zwei aus der Wand ragende Drähte in der Zimmerecke finden. Als ich also alle meine Bekannten telefonisch darüber informieren wollte, dass ich nicht erreichbar bin, weil mein voller Akku in wenigen Stunden leer sein würde, stellte ich fest, dass ich keinen Empfang hatte. Frechheit! Wenn man schon bei solchen Preisen auch noch auf W-Lan verzichten muss, dann sollte wenigstens hier dringend nachgebessert werden!
Auf dem Metallgestell in der Zimmermitte lag keine Matraze und auch keine Decke oder ein Kissen. Da es sich jedoch um einen Erlebnisurlaub handelte, habe ich in weiser Vorraussicht natürlich meinen Schlafsack mitgebracht! Der half jedoch kaum, da im ganzen Gebäude die Fenster (wohl per elektronischer Zeitschaltung) immer wieder auf und zu gingen und dies einen frostigen Luftzug verursachte.
Das Badezimmer ließ auch einiges zu wünschen übrig. In den Fugen, am Boden und in der Badewanne hatten sich rote Ablagerungen gebildet. Hier muss wohl eine Putzfrau dringend entlassen werden! Auch schien es sehr vom Glück abhängig zu sein, ob der Wasserhahn tatsächlich Wasser spendete, und wenn er es tat, war die Flüssigkeit trüb und braun.
Auf der Suche nach den Unterhaltungsangeboten haben meine Freunde und ich uns sehr oft verlaufen. Als ich für eine Zigarette vor das Gebäude treten wollte, lief ich beim Befolgen der „Exit“-Schilder stets im Kreis, traf auch ab und an auf zugemauerte Türen. Mein Zimmer war ebenfalls zugemauert, als ich für eine Pipipause dorthin zurückkehren wollte. Zum Glück hatte ich aus Angst vor Diebstahl nichts darin gelassen.
Bei den Unterhaltungsangeboten wurde das Servicepersonal gegen Abend dann endlich aktiv. Sie pochten gegen Wände, schrien aus Leibeskräften und sorgten so für ein perfektes Horror- und Halloween-Ambiente. Durch beeindruckende „Zaubertricks“ schienen sie sich sogar unsichtbar machen zu können, um uns auf die Schulter zu tippen oder uns Haare auszureißen. Gegen Mitternacht wurden wir dann jedoch ein bisschen Müde und wollten uns hinlegen. Darauf nahm das Personal dann keine Rücksicht. Wütend stapfte ich also zum Empfang, um die Einstellung des Unterhaltungsprogramms zu so später Stunde zu erbitten. Tatsächlich fand ich am Empfang eine weinende Angestellte in sehr legerer Kleidung vor. Da ich vermutete, dass sie gerade von ihrem Chef zurechtgewiesen wurde und somit bereits emotional vorbelastet war, versuchte ich meine Beschwerde sehr höflich vorzubringen. Die Dame reagierte darauf jedoch nur mit aufgerissenen Augen und schrie mich aus ihrem riesigen Froschmaul an, bevor sie in einer Rauchwolke verschwand.
Ich ordnete mich nach diesem Schock kurz und rannte wutentbrannt den Weg zurück, den ich gekommen war, um meine Freunde zur Abreise aufzufordern. Die waren jedoch nicht mehr an unserem Schlafplatz im vierten Stock vorzufinden. Wahrscheinlich waren sie nur spazieren gegangen oder suchten mich, also habe ich mich hingelegt und bin nach einiger Zeit endlich eingedöst.
Ich wachte am nächten Tag viel zu spät von selbst auf, da der Weckdienst versagt hatte. Meine Sachen waren weg und ich merkte, dass ich mich in einem ganz anderen Raum befand als dem, in dem ich eingeschlafen war. Alle Türen waren zumauert und so blieb mir nichts übrig, als aus dem Fenster zu springen. Zum Glück befand ich mich im ersten Stock.
Meine Freunde schienen ohne mich abgereist zu sein. Kein Wunder! Bei diesem grottigen Service wäre ich auch so früh wie möglich geflohen. Aufgrund dieser groben Mängel, die leicht zu vermeiden gewesen wären, bekommt die Collingwood-Psychiatrie mit ihrem Erlebnisurlaubsangebot die Note „Würde sich echt gut als Horrorfilmkulisse eignen“.

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12 Gedanken zu “Collingwood-Psychiatrie Erlebnisurlaub

  1. Florian Morina schreibt:

    #Lukas Diers „Und die Collingwood – Psychiatrie gibt es auch nicht…“
    Der Drehort von Grave Encounters ist das Riverview Hospital. Hier ist di Adresse:
    Riverview Hospital 2601 Lougheed Hwy, Coquitlam, BC V3C 4J2, Canada

  2. Alter alles was der geschrieben hat kommt in grave encounters vor… ich habe den film 10.000 mal gesehen und bin zu dem entschluss gekommen (auch nach einigen nachforschungen im internet) das es nur fake ist, weil ich selbst sehr neugierig war! Und die Collingwood – Psychiatrie gibt es auch nicht…

  3. Anonymous schreibt:

    Grave encounters ist echt real ich habe dirt paranirmale dinge gesehen die Anstalt ist gruselig Bitte geht nicht darhin

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